Freitag, 2. Dezember 2016

Märchenhafte (Vor-) Weihnachtszeit

Endlich Dezember!

Auf die Weihnachtsdekoration freue ich mich das ganze Jahr. Jedes Mal überlege ich mir schon vorher, wie ich unser Haus gestalte, mit welchen (meist handgemachtenAccessoires, in welcher Farbe. Für mich der allerschönste Ausgleich zur Kopfarbeit am Schreibtisch



Rot und Grün, die klassischen Weihnachtsfarben, müssen sein. Das wirkt so gemütlichHier kann ich gut auf dekorativen Glitzer und Glimmer verzichten. Stattdessen ist es in diesem Jahr märchenhaft geworden. Ein bisschen Wald, Rehe, Pilze (einer mit leichtem Knacks), Tannenbäume.






Sogar die Jüngste hat fleißig mitgeholfen und unter der Leitung der geduldigen Alexandra Burkhardt von OlaCrochet einen Filz-Apfel-(Halter) samt Wurm gezaubert. Köstlich!

(Schaut mal auf ihre Homepage:
https://sites.google.com/site/olacrochet) 



Auch bei den Kissen bin ich dem Märchenwald-Thema treu geblieben. Vielleicht ein kleiner Hinweis auf eines meiner nächsten Bücher ... ?





Und beim nächsten Mal zeige ich euch, dass ich auch glitzern und glimmern kann!

Wundertütentage
wünscht Frau Rose











Sonntag, 20. November 2016

Lehrermund: Die Top 5


Die Herbstlesezeit ist vorbei. 
So langsam kehrt wieder Ruhe ein ins Autorenleben.
Jetzt ist Schreiben angesagt. 
Zeit für einen zweiten Rückblick
Denn nicht nur mit Kindern, auch mit Lehrern erlebt man bei Lesungen allerhand Geschichten!




Geschichten von Lehrern, die während der Lesung ihr Handy zücken und lautstark telefonieren. Aber auch Geschichten von Lehrern, die als kleines Geschenk extra Plätzchen gebacken oder dicke Socken für die immer frierende Autorin gestrickt haben. Geschichten von Lehrern, die mit der Klasse ein Plakat als Dankeschön gefertigt haben. In Blau, denn das ist meine Lieblingsfarbe. Mit kleinen Gummibärchen-Tütchen drumherum, weil ich Gummibärchen am liebsten mag. Und das Ganze haben Lehrer und Kinder zusammen im Internet recherchiert. 




Die Top 5 der besten Aussprüche von Lehrern aus meinen letzten Lesungen habe ich hier zusammengetragen: 



1. "Wir wollten es Ihnen vorher nicht sagen, aber Sie hatten ausgerechnet unsere anstrengendsten Kinder in der Lesung. Wir hätten nie gedacht, dass sie die komplette wilde Horde bändigen können. Hochachtung!"



2. "Das war klasse. Kommen Sie nächstes Jahr wieder?"





3. "Was? Ich soll hier bei meiner Klasse bleiben und zuhören? Ich dachte, Sie lesen aus einem  Kinderbuch!?"





4. "Wir haben Ihnen ausnahmsweise alle sechs Klassen, also die gesamten 170 Kinder in die Turnhalle gesetzt. Aber das stört Sie doch sicher nicht?"



5. "Jetzt konnte ich mich gar nicht mit meiner Kollegin unterhalten. Ich musste glatt zuhören, weil es so spannend war!"


Illustration und Copyright: Naeko Ishida aus: Die Feenschule / Oetinger Verlag


Ein bisschen werde ich die Kommentare der Lehrer und Kinder vermissen, wenn ich jetzt wieder brav im Büro und am Schreibtisch sitze. Aber jetzt muss mal Vorlese-Pause sein. Neue Figuren turnen schon auf meinem Schreibtisch herum, Geschichten wuseln in meinem Kopf hin und her. 
Neue Bücher müssen endlich geschrieben werden. 

Lasst euch überraschen!



Wundertütentage
wünscht Frau Rose

Donnerstag, 10. November 2016

Kindermund: Die Top 5

Gerade bin ich viel unterwegs
Lesend unterwegs. 
Der Herbst ist eine beliebte Vorlesezeit an vielen Schulen, in Büchereien und bei Lesefesten. Wenn man so durch die Lande fährt, erlebt man einiges. Vor allem Schönes, aber auch Blödes. Lustiges und Ärgerliches. Allerlei Geschichten!






Geschichten von verpeilten Hausmeistern, denen man fünf Minuten vor der Lesung noch beim Stühleschleppen helfen muss. Von Kindern, die sich in Eiseskälte vor der Tür versammelt haben, um der Autorin beim Tragen ihrer Taschen zu helfen. Und Geschichten von Lehrern, die extra Kuchen für die Autorin gebacken haben. 


Geschichten von Kindern, die schüchtern um ein Buch bitten, weil sie noch nie eines besessen haben. Von harten Jungs, die heimlich berichten, dass sie am liebsten Liebesgeschichten lesen. Von Mädchen, die zuhause gar nicht lesen dürfen. 
Allerlei Geschichten eben.




Die Top 5 der besten Aussprüche von Kindern aus meinen letzten Lesungen habe ich hier zusammengetragen: 






1. "Frau Rose, dein Bild auf der Autogrammkarte ist schön. Da warst du noch nicht so verfaltet!"





2. "Wie viele Bücher schreibst du so an einem Tag?"





3. "Verdienst du mit deinen Büchern eigentlich so viel Geld wie Manuel Neuer oder wie mein Papa? Der ist Postbote."




4. "Frau Rose, du musst beim Lesen nicht stehen. Du kannst dich ruhig setzen. So jung bist du ja auch nicht mehr!"




5. "Du hast das Buch schön vorgelesen, Frau Rose. Und wer hat es geschrieben?"




Ob ich wohl als nächstes die Top 5 der besten Lehrersprüche zusammentragen sollte? Lasst euch überraschen ...

Wundertütentage
wünscht Frau Rose

Dienstag, 1. November 2016

Talentschuppen


Mal sehen ... um was geht es denn heute


Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war noch nicht absehbar, ob das bei mir etwas wird mit dem Bücherschreiben. Damals habe ich oft mit einer Freundin überlegt, was wir sonst so machen könnten. Berufliches. Kreatives. Immer wieder stand da diese Idee vom Talentschuppen im Raum. Einem Laden oder einem Ort, in bzw. an dem wir all das anbieten wollten, was wir oder andere begabte, kreative, umtriebige Menschen hergestellt hatten. Denn davon gab es in der näheren und weiteren Umgebung jede Menge. Und wir fanden, dass sie viel zu wenig Aufmerksamkeit bekamen.


Dieser Meinung bin ich auch heute noch. Deshalb möchte ich gerne einige von ihnen vorstellen. Menschen, die Ungewöhnliches oder ungewöhnlich Schönes anbieten. 

Hier mein ganz persönlicher Talentschuppen



Diese kleine Dame, eine waschechte Zahnfee, ist erst vor einigen Wochen zu mir ins Haus geflattert. Es ist eine Wattefigur der bekannten Kinderbuchillustratorin und -autorin Manuela Olten. In ihrem Online-Shop

http://thewoodentheatre.de/
bietet Manuela Olten zauberhafte, skurrile, außergewöhnliche Figuren an, die jedem Betrachter sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Manuela Olten liebt es, Dinge mit den eigenen Händen herzustellen. Passt also genau in meinen Talentschuppen



Mitten in einem aufwendig renovieren Haus im alten Ortskern von Sulzfeld im Frankenland steht das gattenhaus. Hier hat Claudia Gattenlöhner einen zauberhaften Laden eröffnet, in dem sie Handwerk, Schönes und Nützliches anbietet. 





Weiche Kissen, wunderschöne Plaids, Windlichter und geschmackvolle Keramik gibt es hier. Außerdem kleinen Schnickschnack und witziges Design. Immer mit einem Augenzwinkern! Dazu bietet die Innenarchitektin und Grafikerin Konzepte für Innen-Einrichtung für Privatpersonen, Hotels oder Gastronomie, die passende Werbung oder die Entwicklung eines Corporate Design. Eine absolut runde Sache

http://www.gattenhaus.com/





Diese kleine Krippe von susalabim by Susanne Bochem habe ich im letzten Jahr erstanden. Ich konnte mich gar nicht zwischen all den niedlichen Figuren, Krabbeltieren und Kompositionen entscheiden, die es in diesem Shop gibt. Außerdem bietet susalabim ungewöhnliche Stoffe und viele andere kreative Dinge:

http://www.susalabim.de/blog/shopsusalabim/



Claudia Wernecke hat noch keinen Online-Shop. Aber ich bin ganz sicher, dass das irgendwann in nächster Zeit passiert. Diese Frau steckt voller Ideen, Witz und Kreativität. Es vergeht kaum ein Tag, an dem sie nicht - nach ihrem Job! - an der Nähmaschine sitzt, filzt, bastelt, sägt oder hämmert. Mit wunderbar humorvollen, überraschenden, schönen und praktischen Ergebnisse.


Noch mehr Kreatives, Schönes und Ungewöhnliches dann wieder zur Weihnachtszeit. In meinem ganz persönlichen Talentschuppen!


Wundertütentage
wünscht Frau Rose






Montag, 24. Oktober 2016

Kinderbuchillustrationen: Von Krabben, Schweinen und Äffchen

"Frau Rose, wie kommen eigentlich die Bilder in dein Buch?",
werde ich fast bei jeder Lesung von den Kindern gefragt. 

Hm, sehen wir doch mal nach ... 
... aktuell lese ich vor allem aus meiner Reihe "Die Frechen Krabben" aus dem Kerle Verlag. 



Genial illustriert von Thorsten Saleina. Er war es auch, der das wunderbare Logo der Reihe entworfen hat: die freche Krabbe, einen echten Hingucker. 

Copyright: Thorsten Saleina / Kerle Verlag
Das Wichtigste an einem Buch ist nämlich: es ist keine Einzelleistung, sondern Teamwork! Der Autor hat im besten Fall ein tolles Lektorat und einen wunderbaren Illustrator.



Ziemlich schnell war zwischen dem Verlag und mir klar, dass es in diesem Buch nicht nur um eine Mädchenbande, sondern auch um einen Jungsbande gehen sollte. Und genauso stand recht flott fest, dass Lilli und Milli, die beiden Hauptfiguren, ein besonderes Haustier haben sollten. Kein alltägliches, sondern ... Emil, das Zwergschwein der Familie:

Copyright: Thorsten Saleina / Kerle Verlag
Ich war selbst überrascht, wie Thorsten Saleina sich meinen Emil und die anderen Figuren im Buch vorgestellt hat.

"Aber Sie haben beim Schreiben doch sicher Bilder  im Kopf", werde ich oft gefragt. "Möchten Sie nicht, dass alles nach Ihren Vorstellungen gezeichnet wird? Oder am besten selbst zeichnen?"

, möchte ich nicht. Wirklich nicht! Erstens bin ich beim Zeichnen ungefähr so talentiert wie ein Regenwurm. Zweitens liebe ich diesen Moment, wenn die ersten Illustrationen zu meinem Buch ins Haus flattern! 
Copyright: Thorsten Saleina / Kerle Verlag
Der Illustrator hat den Text gelesen, sich seine Gedanken gemacht und die Geschichte in Bilder umgesetzt. Und nicht nur das: wenn es gute Bilder sind, baut der Illustrator mit seinen Bildern eine zweite Ebene in die Geschichte ein. Er bildet sie nicht einfach ab, sondern er zeigt das, was gar nicht geschrieben ist, er trägt die Geschichte ein Stück weiter
Copyright: Thorsten Saleina / Kerle Verlag
Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr mein Buch, sondern unser Buch. Entstanden in wunderbarer Zusammenarbeit mit vielen kreativen Menschen. Jeder trägt seinen Teil dazu bei, meine Geschichte ist nur ein Baustein. Und wenn Buch und Bild prima zusammenpassen, dann kommt die Geschichte gut an und darf weitergehen



Gerade mit Band 4: "Die Frechen Krabben und das Schnee-Ungeheuer."
Und für mich ist es jedes Mal ein bisschen wie Weihnachtsgeschenke auspacken, wenn ich die neuen Illustrationen zum ersten Mal sehen darf. 
Eine echte Wundertüte


Wundertütentage
wünscht Frau Rose