Donnerstag, 18. Januar 2018

Ritterleben

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Ritter liebe?


Burgen, Rüstungen, Turniere, Knappen, Ritterkämpfe - daraus  lassen sich so viele wunderbare, lustige, spannende und informative Geschichten spinnen. 
Einfach herrlich!  

Illustration und Copyright: Sascha Morawetz / Annette Betz Verlag

Das habe auch ich mir vor einiger Zeit gedacht und mir die Geschichte "Götz von Grützwurst und der Mutigste von allen" ausgedacht. 

Wie schön, dass der Verlag Annette Betz / Ueberreuter begeistert davon war und gleich zugegriffen hat. Jetzt ist die Geschichte von Rudi und seiner Ratte Karlchen endlich, endlich als Bilderbuch erschienen.

Ich bin völlig hingerissen davon, wie Sascha Morawetz den Text mit seinen Illustrationen genial weitergesponnen und herrlich komisch ergänzt hat.

Kleine Kostprobe aus dem Vorsatz:



Copyright für beide Illus: Sascha Morawetz / Annette Betz Verlag


Und passend dazu der Nachsatz (also die allerletzten Seiten des Buches), der rattenscharf zum Inhalt passt:





Worum geht es?
Klar, um Mut. Um Stärke. Um echte Helden.
Aber auch ums Angst-haben-dürfen, darum Schwäche zeigen zu können.
Denn das macht die wahren Helden aus!



Wundertütentage
wünscht Frau Rose

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Wunderbare Weihnachtszeit



Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldenen Lichtlein sitzen.
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor ...

(Theodor Storm)




 Jetzt ... einfach mal innehalten.
Jetzt ... den Computer ausschalten und geschlossen lassen.
Jetzt ... im Nieselregen oder Schnee spazieren gehen.
Jetzt ... Bratäpfel machen.
Jetzt ... Drei Nüsse für Aschenbrödel gucken, meinetwegen auch mehrmals.
Jetzt ... mal etwas Neues, Ungewöhnliches, Aufwendiges kochen, das viel Zeit in Anspruch nimmt.
Jetzt ... den Kinder mehr als mit halbem Ohr zuhören.
Jetzt ... einfach nur auf dem Sofa liegen und nichts machen. Gar nichts!
Jetzt ... Spiele spielen.
Jetzt ... Zimtsterne essen und Weihnachtstee trinken.
Jetzt ... allen lieben Menschen Frohe Weihnachten wünschen.
Jetzt ... wunderbare Bücher und Geschichten lesen ...




 ... beispielsweise die von

Weihnachten bei Oma Lotti


„Möchtest du eine heiße Schokolade?“ Oma Lotti lächelt Tom an.
Tom schüttelt den Kopf und schweigt.
„Vielleicht ein paar Plätzchen? Oder ein Stück Christstollen?“
Mürrisch presst Tom die Lippen aufeinander.
„Na gut.“ Oma Lotti zuckt mit den Schultern. „Dann setze ich mich jetzt einfach auf mein Kanapee und warte. Aber vorher hole ich noch Proviant. Den werden wir sicher brauchen.“
Tom verdreht die Augen. Kanapee! So ein blöder Ausdruck für dieses riesige, alte, zerschlissene Sofa. Bestimmt ist es total unbequem. Wahrscheinlich auch voller Motten. Und wozu braucht man Proviant, wenn man nur rumsitzt und sich anödet?
„Fröhöhliche Weihnacht überall … .“
Singend balanciert Toms Oma zwei Tassen dampfenden Kakao und einen Teller mit Weihnachtsplätzchen durchs Zimmer. Sie stellt beides auf ein Tablett mitten auf ihr breites, mit rotem Samt bezogenes Sofa, und setzt sich daneben. Tom beobachtet sie aus den Augenwinkeln. Eigentlich sieht das gar nicht so unbequem aus. Er leckt sich die Lippen. Hunger hat er auch. Aber er kann sich nicht einfach zu Oma Lotti setzen, das geht nicht. Denn Tom ist sauer. Stinksauer.
 „Tom?“ Oma Lotti schiebt sich einen Zimtstern in den Mund. „Du darfst deinen Eltern nicht böse sein, dass sie an Weihnachten eingeladen sind! Onkel Bill wird sechzig, da möchten sie dabei sein. Komm endlich her, du Sturkopf. Ich verspreche dir, dass es nicht langweilig wird.“
Oma Lottis Wangen glühen. Rote Apfelbäckchen, denkt Tom. Sieht nett aus. Eigentlich mag er seine Oma richtig gern, aber muss er unbedingt die Weihnachtstage bei ihr verbringen? Wo so tolle Filme im Fernsehen kommen! Und zu Hause sein neuer Computer wartet, den er an Heiligabend bekommen hat!
„Tom?“ Oma Lotti seufzt. „Ich warte.“
Betont langsam schlurft Tom los und hüpft schwungvoll auf das Kanapee. Erstaunt sieht er Oma Lotti an. Oh! Ist das aber gemütlich! Tom kuschelt sich an die Lehne. Fast so weich und warm wie in seinem Bett.
 Oma Lotti reicht ihm eine Decke. „Kann es losgehen?“
Losgehen? Was denn? Gerade will Tom fragen, was Oma damit meint, da ruckelt und ächzt und knarzt das Kanapee. Als Tom nachsehen will, ob bei seinem Sprung etwas kaputt gegangen ist, hält er den Atem an. Unter ihm ist kein Dielenboden mehr. Um ihn herum ist auch kein Haus. Stattdessen fliegt er mit Oma und ihrem Sofa über weites, weißes Land. Ein eisiger Wind zischt ihnen um die Ohren, dichte Schneeflocken wirbeln vom Himmel. Nur auf dem Kanapee ist es mollig warm und gemütlich.
„Unter uns liegt das Land der Schneehasen“, beginnt Oma Lotti zu erzählen.. „Es ist auf keiner Landkarte der Welt verzeichnet. Nur wenige Menschen wissen davon. In diesem Land lebt auch der Weihnachtsmann. Beinahe das ganze Jahr über arbeitet er hier, um die Geschenke für die Kinder herzustellen. Und die Schneehasen helfen ihm dabei. Sie sind sehr geschickt. Ihre Werkstätten sind über das Land verteilt. Sieh doch mal, wie es aus den Schornsteinen dampft und qualmt.“

Vorsichtig beugt sich Tom über den Rand des Kanapees. Tatsächlich! Brauner Rauch steigt aus einem Kamin und es duftet nach …

..
... wie es weitergeht, könnt ihr nachlesen in:
Das Große Vorlesebuch für Weihnachten, Carlsen Verlag

Wundertütentage wünscht
Frau Rose

Donnerstag, 23. November 2017

Einhorn-Party!



Einhörner bestimmen die Spielzeug- und BuchregaleMan kommt einfach nicht an ihnen vorbei. Aber warum auch? Die Kinder lieben sie. Auch meine. Und wenn es doch so ist, warum also nicht den wunderbarsten Einhorn-Geburtstag feiern und damit einen großen Kinderwunsch erfüllen?



Natürlich gehört die entsprechende Dekoration dazu: ganz viele Einhörner ...









... und am besten eine coole Einhorn-Girlande. Selbst gemacht aus buntem Papier mit beglitzertem Horn. Gemeinsame Bastelzeit in der Familie - allein dafür lohnt sich der Aufwand!
(Das Foto ist nicht so gut geworden, aber wie es richtig geht, steht im Bastelbuch, das ich am Blogende vorstelle).




Auch das Essen kann komplett einhörnig sein. Einhornplätzchen, Einhornkuchen. Das ganze Programm eben ... 







Sieht nach jeder Menge Arbeit aus ... und ist es auch. Aber es lohnt sich! Wenn man die Kinder einbezieht, macht es auch - im wahrsten Sinne des Wortes - tierisch viel Spaß. Auch bei den Spielen haben wir uns jede Menge überlegt:

- Statt Ochs am Berg spielten wir Einhorn am Berg
- Statt Eierlaufen trugen die Kinder kleine Einhörner auf Löffeln über den Parcours
- Aus Topfschlagen machten wir Futtersuche fürs Einhorn ...
- und schließlich gab es für jedes Kind noch ein Einhorn-Bügelperlen-Set ... 



... das die kleinen Gäste zum Abschluss der Einhorn-Party begonnen und dabei eine CD gehört haben. Die Geschichten von Rosalie und ihrem Einhorn.


Hier noch das hilfreiche Bastelbuch, dem ich einige Tipps entnommen habe:


Verlagsgesellschaft Naumann & Göbel



   Wundertütentage wünscht
    Frau Rose





Donnerstag, 19. Oktober 2017

Zauberhaftes Kochen mit Kindern

 

Ich freue mich!
Ich freue mich darüber, dass die Kinder, denen ich auf meiner derzeitigen Lesereise (sorry, deshalb auch die etwas längere Pause :-) aus meinem neuen Buch "Camillas geheime Zauberküche" vorlese, so viel Spaß daran haben. 



Den Kinder gefällt nicht nur die Geschichte, sondern - und das überrascht mich - fast alle haben Spaß am Kochen!
Sie interessieren sich für die Gewürze aus aller Welt, die in Camillas Koffer stecken ...



... sie fragen neugierig danach, was Koriander oder Ingwer ist, möchten genau wissen, wofür man Basilikum oder Chili verwenden kann. 
Apropos Chili:  Die trägt nicht nur Camilla, die zauberhafte, magische Köchin in meinem Buch ...


... Chili ist auch der absolute Hit in der Lieblingsszene der Kinder: 
Missi, die Hauptperson in der Geschichte, will in der Schulküche Pfannkuchen zubereiten. Leider hat ihr Papa, Chefkoch Hannes Zuckerschwert - verpeilt wie er nun mal ist -,  Missi eine komplett falsche Zutat mit in die Schule gegeben. Megascharfe Chili, in feine Stückchen geschnitten, statt feiner Früchte. Was für ein Glück ... oder was für ein Pech, dass Missis Lehrer Herr Hoppenlau die erste Portion von Missis scharfen Pfannkuchen probiert: 


Hier der entsprechende Auszug aus dem Buch:

"Lächelnd schnappte sich der Lehrer einen Zahnstocher vom Teller. Er steckte das Pfannkuchenröllchen in den Mund und kaute energisch. Missi beobachtete ihn genau, und auch die anderen Schüler sahen ihrem Lehrer interessiert zu. Herr Hoppenlau starrte erst auf den Zahnstocher in seiner Hand. Dann auf den Teller mit den Röllchen. Dann auf Missi.
"Und?", fragte sie.
"Öchz." Herr Hoppenlau schluckte.
"Öchz?" Missi lächelte zaghaft.
Herr Hoppenlau deutet auf seinen Mund. "Chuuuuah!"
"Chuuuuah?", wiederholte Missi. "Was meinen Sie damit?"
In diesem Moment wich sämtliche Farbe aus Herrn Hoppenlaus Gesicht. Von einer Sekunde zu anderen wurde er erst aschfahl. Dann mausgrau. schließlich leicht grünlich.
Wie ein vermoderter Pilz sieht er aus, schoss es Missi durch den Kopf ... "

(Copyrigth: Oetinger Verlag/ Barbara Rose)

Der arme Herr Hoppenlau! Aber er gibt mir genug Anlass, um mit 
den Kinder übers Kochen zu sprechen. Sie diskutieren mit mir über Rezepte, erzählen von ersten Erfolgen beim Kochen. Aber manche berichten auch, dass sie noch nie mit den Eltern, geschweige denn allein etwas gekocht haben. Noch nicht mal Rührei!
Ob wir den Kindern manchmal einfach zu wenig zutrauen


Wundertütentage wünscht
Frau Rose


Montag, 28. August 2017

Der Zauber der letzten Sommertage


Tagsüber Sommer mit Hitze, Leben im Freien, Schwimmen, großartigen SonnenuntergängenIn der Nacht bereits Herbst. Das ist der September
So langsam geht der Sommer zu Ende. Die Natur gibt noch einmal alles.  Farben leuchten so strahlend wie nie.
Höchste Zeit, um den Zauber der letzten Sommertage zu genießen.



Die beginnende Herbstfärbung, der erste Morgennebel, die Frische, mit der die Luft erfüllt ist, machen Lust auf die kommende Jahreszeit. Zum Zauber der letzten Sommertage passt ein Picknick mit Freunden oder der Familie, eine ausgedehnte Wanderung, eine Bootstour. 




Jetzt beginnt die Haupterntezeit für Äpfel und anderes Steinobst. Ob ein Apfel reif ist, merkt man, wenn er sich schon bei leichter Drehung vom Baum löst. Das passende Rezept für die letzten Sommertage

Apfel-Crumble:

150 g Butter langsam in einem Topf schmelzen lassen. 225 g Mehl, 75 g gehackte und 75 g gemahlene Haselnüsse, 130 g Zucker und eine Prise Salz mischen. Die abgekühlte, flüssige Butter dazugeben und die Mischung zu Streuseln verrühren. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. 1 kg säuerliche Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Apfelstücke mit 2 El braunem Zucker und 1/4 Tl gemahlenem Zimt mischen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen, die gezuckerten Äpfel hineingeben und mit den Streuseln bedecken. Im vorgeheizten Backofen 35-40 Minuten goldbraun backen. So schmecken Spätsommer und Frühherbst!



Der Zauber der letzten Sommertage steckt auch in den Abenden. Das Sonnenlicht ist jetzt besonders mild. Wenn es ruhig und kühler ist, kann man in manchem Garten die Igel rascheln hören. Große und kleine Wildtiere auf ihrer letzten sommerlichen Erkundungstour. 

Fritz Stachelwald

Bei Nacht und Nebel durch den Park
marschiert der Polizist Hans Stark.
In einem Strauche rührt sich was.
Ein Niesen, Schnaufen. Was ist das?
"Heraus!- Ich schieße! - Wird es bald?"
Zum Vorschein kommt Fritz Stachelwald.
"Ach Igel, du streifst noch herum?
Das darfst du gern. - Entschuldigung!"

(Josef Guggenmos)


Wundertütentage
wünscht Frau Rose